Mittwoch, 6. September 2017

Tutorial: Gedrehten Ausschnitt verkleinern


Hallöchen!

Also ich habe hier mal den Staubwedel rausgeholt und meinen angefangenen Blog ein bisschen abgestaubt und wiederbelebt.
Eigentlich fühle ich mich bei Instagram sehr wohl, weil ich meist nicht ausreichend Zeit für lange Blogeinträge habe, aber somit trotzdem Teil der tollen Nähcommunity sein kann.
Heute möchte ich aber gern mal beschreiben, wie ich es gemacht habe, den Ausschnitt bei dem Kleid 7 aus der Fashionstyle 7/2017 zu verkleinern.



Das Kleid ist nämlich echt toll, aber der ursprüngliche Ausschnitt ist dann doch eher nur für zu Hause passend. ;)



An einem Nessel-Probestück habe ich dann rumprobiert, was grundsätzlich passieren muss, um die Verdrehung und damit den Ausschnitt weiter nach oben zu bekommen: Die untere Kante des Schnittteils muss länger werden und die obere Kante kürzer.





Zuerst hatte ich für meine große Oberweite eine FBA („Full Bust Adjustment“) durchgeführt. Da das ja aber nicht für alle gilt, die diesen Schnitt nähen wollen, zeige ich die Änderungen für den Ausschnitt hier mal am Original-Schnittteil.

Also, los geht’s!

Schritt 1: Brustpunkt bestimmen
Da es an diesem Schnitt keine Schulterlinie gibt, von der an man die Brusttiefe messen kann, bin ich einen Umweg über die Seitennaht gegangen. Im Nähkurs habe ich gelernt, dass der Abstand des Armausschnittes zur Achsel circa 2 cm bei Blusen und Kleidern ist. Also habe ich meinen Abstand Achsel -> stärkste Stelle der Brust/Brustpunkt gemessen, 2 cm abgezogen und dieses Wert an der Seitennaht des Schnittteils abgemessen. So also die Höhe des Brustpunktes. Dann habe ich den halben Abstand zwischen den Brustpunkten von der vorderen Mitte des Schnittteils aus abgemessen. Hier also das Schnittteil mit Brustpunkt. Übrigens immer rechts die Seitennaht im Bild.



Schritt 2: Hilfslinie und Aufschneiden
Als nächstes habe ich eine Hilfslinie parallel zur Seitennaht über den Brustpunkt gezeichnet und von oben und unten eingeschnitten bis zum Brustpunkt, ohne die Linie ganz durchzuschneiden.



Schritt 3: Ermitteln, wieviel auf- und zudrehen
Um zu ermitteln, wie weit nun die Kanten des Schnittteils verkürzt bzw. verlängert werden müssen, habe ich ein bisschen meine Mathekenntnisse ausgegraben.
Man kann sich nämlich den Ausschnitt als Dreieck vorstellen und hier dann Seiten berechnen.



Schritt 3.1: Originalzustand abmessen

Hier kommt nun der Knackpunkt, warum diese Änderung nicht pauschal für alle geht: Als Ausgangswerte für die Berechnung habe ich mein Probeteil aus dem Originalschnitteil angezogen und mir jeweils die drei Seiten der beiden Dreicke ausgemessen.
Einmal am Auschnitt von der Ecke der Kante der Naht zwischen Vorderteil und Ärmel zur Ecke auf der anderen Seite, einmal von der Ecke zur Verdrehung und dann einmal von der Verdrehung senkrecht nach oben (vordere Mitte) bis zur gedachten Verbindungslinie zwischen den beiden Eckpunkten.
Dabei habe ich auch abgemessen, um wieviel ich den Ausschnitt gern höher setzen möchte.

Da man zur Dreiecksberechnung rechtwinklige Dreiecke benötigt, teilen wir nun das oben beschrieben Dreieck in der vorderen Mitte.
An diesem Dreieck kann man jetzt die Berechnung durchführen.




Schritt 3.2: Seitenlängen für Dreieck mit neuer Höhe berechnen
Mittels des Satz des Pythagoras a²-b²=c² kann man dann berechnen, wie lang die Oberkante des veränderten Schnittteils sein muss. Gesetzt sind nämlich der Abstand vordere Mitte -> Ecke der Naht zwischen Vorderteil und Ärmel sowie die Höhe des Ausschnittes (nämlich alte Länge minus gewünschte Veränderung). Mit 2 bekannten Seiten und einem rechten Winkel kann man jetzt in einem Dreieck die fehlende Seitenlänge berechnen.
Hier mal meine Rechnung mit meinen Zahlen:


z war also vorher 16 und muss jetzt 12 werden.

Schritt 4: Schnittteil zu- und aufdrehen
Nun habe ich das Schnittteil oben um den berechneten Wert zugedreht, wodurch es sich unten automatisch aufdreht.




Schritt 5: Kanten anpassen
Nun als letztes noch die „krüppeligen“ Kanten an der Oberkante und am Armloch anpassen (das durchgestrichene abschneiden und das Dreieck unten füllen - es ist kein Abnäher!) 




und voilá: fertig, das Kleid kann genäht werden!





Montag, 7. November 2016

Mein Farbtyp

Wie in meinem letzten Posting erzählt, habe ich mich in letzter Zeit sehr viel theoretisch mit der Frage nach meinem zukünftigen Stil auseinander gesetzt. Einer meiner ersten Schritte war herauszufinden, welche Farben mir stehen! 

Eine Farbberatung wollte ich nun erstmal nicht machen, aber im Internet findet man ja auch viele Informationen. Zusätzlich habe ich mit einer sehr modebewussten Freundin, alle Teile aus meinem Schrank in die Hand genommen, mir unters Gesicht gehalten und geschaut, wie die Farben auf mein Gesicht und meinen Typ wirken.
Da ich in die 4 Grundtypen Frühling, Sommer, Herbst und Winter nicht so ganz sicher eingeordnet werden konnte, haben wir uns die erweiterte Form mit 12 Typen angesehen.
Super hilfreich waren dabei diese Webseite und dieser Forums-Thread.
Wir sind zu einem ziemlich eindeutigen Ergebnis gekommen: 

Ich bin (wahrscheinlich) ein Soft Summer-Typ!


In dem Forum findet man zu diesem Farbtyp folgende Farbtipps:


Farben:
Dadurch das der sanfte Sommer eine Verblendung von Sommer und Herbst ist, kann es sein das deine Haut eher neutral wirkt. Das Wichtigste bei der Farbauswahl ist, dass man sanfte gedämpfte Farben wählt,dann ist man fast immer auf der sicheren Seite.
Wenn der sanfte Sommer keine richtigen Farben trägt, wirkt er schnell mausig, deswegen ist besonders hier die Farbauswahl extrem wichtig!

Do:
mittel bis hellgrau, sanftes weiß, lila, mittelblau, himbeer und beerentöne,
dunkle rose, marine, angegrautes emerald green, petroltöne
Don't:
keine elektrisierenden Pink und Blautöne,
kein grelles Orange,
keine Corallentöne (!),
kein schwarz
(Quelle)


Ich habe nicht vor, mich diktatorisch an diese Farbpalette zu halten, aber ich merke schon an der Kleidung, die ich habe und an Dingen, die ich auf diese Erkenntnis hin mal testweise beim Shoppen an mich gehalten habe, dass diese Farben wirklich gut zu mir passen.
Vor allem zwei Probleme habe ich allerdings damit: 
1. Ich sehe mich nicht so recht in zuuu rosa Tönen. - Aber dafür gibt es ja noch genug andere Farben in der Palette. 
Und vorallem 2. kein schwarz?! Ernsthaft? Mindestens mein halber Schrank ist schwarz. So viel zu Kombinationsproblemen... Oft ist es nämlich so, dass zwei Teile vom Schnitt gut zusammenpassen, aber "farblich" schwarz auf schwarz unmöglich ist. Warum also so viel schwarz bei mir? Ich glaube, es ist einfach einfach zu bekommen. Jedes Teil gibt es in xy Farben - und schwarz. Schwarz ist beim Shoppen (mit Nähen fange ich ja gerade erst an) immer so die sichere Bank. Und ich bin ein Gewohnheitstierchen. Vom Feinsten!
Aber es stimmt schon: Wenn ich vergleichsweise ein dunkles grau an mich halte, dann sieht das doch echt besser aus, als der harte Kontrast meiner Haut und meinen (übrigens blonden bis aschblonden Haaren) zu schwarz. Da schwarz (z.B. bei Blazern) aber so eine "anerkannte Farbe" in unserer Modegesellschaft ist, werde ich auch weiterhin schwarze Kleidung tragen und dabei nach und nach gucken, an welchen Stellen ich auch eher auf Alternativen zurückgreifen und den Anteil an schwarzer Kleidung in meinen Outfits minimieren kann.

Oder hat zufällig gerade jemand einen Lottogewinn übrig, den er mir vermachen könnte? Dann würde es schon eher möglich sein, einfach von null auf einen neuen Schrank einzurichten. :P

Ansonsten freue ich mich sehr über diesen ersten Schritt zu verstehen, warum man in mancher Kleidung einfach viel blasser oder sogar kränklicher wirkt, als in anderer. Auf eine Zukunft mit viel typgerechteren Farben in meiner Mode!

Mittwoch, 2. November 2016

Farb- und Stilfragen - Wer bin ich eigentlich? Und wer will ich sein?

Hier auf dem Blog ist es viel stiller, als ich eigentlich wollte. Ups!
Momentan beende ich aber kaum Nähprojekte, sondern stelle eher alles in Frage und meinen ganzen Schrank sowie mein Stoff- und Wollager auf den Kopf.

Und das hat einen ziemlich handfesten Grund: In zwei Wochen trete ich meinen ersten richtige Vollzeitstelle nach dem Studium an! Wow! :)
Ich hätte vorher nicht gedacht, dass das für das eigene Selbstbild auch modisch so viel verändert. 
Aber nun merke ich jedes Mal, wenn ich vor meinem Kleiderschrank stehe, dass ich mich in den meisten meiner Sachen nicht mehr "richtig repräsentiert" und wohl fühle. Ich sehe mich damit nicht im Büro unter lauter gestandenen Kollegen. 
Bisher war ich immer so der Jeans, Turnschuh, sportliches Shirt und Sweatjacke-Typ. Gern auch mit Band- oder Festivalaufdrucken. Jetzt aber möchte ich gern (und muss ich wohl auch) - zumindest außerhalb meiner kuscheligen vier Wände - etwas besser gekleidet sein. Ich glaube, das Lesen der vielen Nähblogs von Frauen, die sich Gedanken über ihre Kleidung und ihren Stil machen, hat das Gefühl noch verstärkt.

Beim Reflektieren meiner bisherigen Kleidungsgewohnheiten ist mir auch aufgefallen, dass ich eigentlich gar nicht so recht weiß, was mir überhaupt steht. Und bei dem Versuch, verschiedenen Outfits für Bewerbungen zusammen zu stellen, wurde klar: Ich habe viel zu wenig Sachen mit Sinn und Verstand in meinem Schrank, die sich untereinander kombinieren lassen. Dann habe ich zwar eine tolle Bluse, aber dazu keine Hose. Oder zu einer anderen Hose passt nur genau ein Shirt gut. Und wenn das in der Wäsche ist? Ja, mäh!

Ich habe viel (und am allerliebsten auf Pinterest) zu Outfits, Mode und Stil recherchiert. Dabei habe ich viel über "Capsule Wardrobes" und "Sewing with a plan" gelesen, bei denen man seine Garderobe so aufbaut, dass man aus wenigen aufeinander abgestimmten (und von einem gern getragenen) Kleidungsstücken viele verschiedene Outfits zusammenstellen kann, weil die Einzelstücke aufeinander abgestimmt sind.
Ein ganz so minimalistischer und chaosfreier Ansatz erscheint mir für mich in der Wo-soll-mein-Stil-eigentlich-hingehen-Findungsphase noch zu herausfordernd, aber ich werde in Zukunft versuchen - auch und gerade beim Nähen - darauf achten, kombinierbare Teile zu schaffen!

Damit dass auch klappen kann, halte ich hier auf dem Blog nun in den nächsten Tagen meine ersten Erkenntnisse auf dem Weg zu einem zu mir passenden zukünftigen Stil fest.

Seid (zunächst) gespannt auf:

Teil I: Farbtyp und Farben
und
Teil 2: Figurtyp

Samstag, 1. Oktober 2016

Shopping-Dramen!

Oh oh, ich bin infiziert! Von theoretischem Nähfieber und akuter Shopping-Lähmung...

Gestern war ich seit langem mal wieder mit meinem Freund in der Innenstadt zum Shoppen. Ich brauche dringend ein paar "mittelschicke" Blusen für nicht-steife Bewerbungsgespräche.
Und was ist?
Es gefällt mir einfach nichts!
Entweder ist mein Geschmack komisch, oder die Mode, oder die Standard-Figurvorstellungen, oder meine Figur...
Je mehr ich mich - theoretisch und im holprigen Learning-by-Ausprobiering-Verfahren - mit Kleidung und Passform beschäftige, umso mehr sehe ich in den Umkleidekabinen, wo die Sachen nicht gut sitzen. Ich bin fürs Drüberhinwegsehen versaut!^^

Und nun kommt das Nähdilemma dazu:
In meinem Kopf, weiß ich, was ich suche und wie das bitte an mir sitzen soll. Und wenn ich durch die Stoffläden streife, bilden sich massenweise Wunschteile in meinem Kopf. Aber ich kann es einfach noch nicht genug! Ich schaffe es noch nicht, die in meinem Kopf entstehenden Ideen zum Leben zu erwecken...

Bleibt also Lernen, Üben und mit einer noch viel zu kleinen Auswahl im Kleiderschrank und riesen Auswahl im Kopf ausharren!

Wie lange es wohl dauert, bis man sich jeden Nähwunsch erfüllen kann?
Ich bewundere die Leitungen auf anderen Nähblogs und am MeMadeMittwoch und freue mich darauf, das auch irgendwann zu können! :)
 

Dienstag, 27. September 2016

"Sommer, bitte bleib noch etwas hier!"-Top (Burda 05/2016 Modell 116)

Hallöchen!

Heute möchte ich mein erstes selbstgenähtes Sommertop zeigen - und meine Urlaubsspeckröllchen gleich mit, wie ich jetzt auf den Fotos sehe. Diese fiesen Jeanshosenbünde! :P
Für die "Präsentation" bin ich übrigens mit Kamera und williger Fotografenunterstützung extra in den Garten raus in die Sonne gegangen!


Vieles an diesem Top ist noch fehlerhaft und ruft laut "Anfänger!". Aber da ich das ja auch noch bin, bin ich ganz zufrieden damit. Vor allem, weil der Weg zu einem tragbaren Teil ein halbes bis dreiviertel Drama war.
Zuerst habe ich Größe 40 zugeschnitten, was mir nach der Burda-Maßtabelle eigentlich zu eng sein müsste. Für einen Jersey mit so viel Denhbarkeit dachte ich aber, wäre das eine gute Idee. Und dann? Nun ja, das Teil war überall viiiiiiel zu groß! Mit Anziehen-Abstecken-Anziehen-Abstecken-Anziehen-Nähen-Anziehen-Abstecken-Nähen-etc. habe ich mich der letztendlichen Passform dann nach und nach angenähert. Bei mir sah es auch so locker fallend einfach doof aus, sodass ich es anliegender und taillierter versucht habe. So ganz zufrieden bin ich immer noch nicht, wie auch das Foto aus der Seitenansicht weiter unten zeigt. Aber tragen finde ich, kann man es so jetzt.

Das Top ist Modell Nummer 116 aus der Burda 05/2016.
 

Besonders begeistert hat mich an diesem Top der interessante Rückenausschnitt:


Beim Zuschnitt habe ich es zudem geschafft, die Richtung des Vorder- und Rückteils unpassend zuzuschneiden. Aber immerhin treffen sich recht gut die hellen Streifen und der Rest durfte nun einfach so bleiben.^^

Am Rücken sieht man auch ganz deutlich, dass mit der Passform etwas trotz allem Herantasten noch nicht so ideal ist. In der hinteren Taille ergeben sich viele Querfalten. Diese habe ich bei gekauften Tops aber auch immer so und bisher weiß ich noch nicht genau, welche Änderungen ich da vornehmen muss. Irgendwelche Teilungsnähte oder Abnäher wäre in dem Streifenstoff bestimmt aber komisch aufgefallen. Nunja, es muss ja als Anfänger auch noch viel Luft nach oben sein. ;)


Wirklich getragen wurde das Top dann gestern an einem super schön sonnigen Septembertag mit einer gekauften Strickjacke, Jeans und blauen Sneakers. Beim Hundespaziergang am Mittag konnte das Jäckchen dann in der Sonne sogar ein Stück über den Arm hängend mitlaufen und der Rückenausschnitt zur Schau getragen werden. Herrlich! Kann das bitte noch wochenlang so bleiben? :D



Macht's gut, 
Anna

Samstag, 24. September 2016

Portemonnaie "Wildspitz"

Huhu!

Also irgendwie weiß ich gar nicht genau, womit ich hier nun anfange. 
Ich bin auch noch unsicher, ob ich die Zeit wirklich regelmäßig finden werde, aber während ich so stricke und nähe derzeit und gleichzeitig Blogs lese, bleibt die Lust, alles - auch für mich - zu dokumentieren.
So gern möchte ich später einen Ort zum Nachgucken haben: Wie gefiel mir welches Schnittmuster? Was habe ich geändert? Was kann nächstes Mal besser machen und und und.

Jawoll, ich denke, ich wage es einfach mal, hier wirklich anzufangen. 

Passend zu einem Anfänger-Blog habe ich aber erstmal ein nicht-passformsensibles Accessoire genäht:
Ein Wildspitz-Portemonnaie von Farbenmix!


Als Obermaterial habe ich einen "Kunstleder"-100 % Polykram-Stoff gewählt. Im einem schönen Weinrot, das hier auf den Bildern etwas zu Pink erscheint.


Das Wildspitz-Portemonnaie funktioniert vom Prinzip her so, dass man einen ganz langen Streifen Innenstoff immer wieder faltet und dadurch die Fächer entstehen. 
In der Anleitung waren mir zu wenige Kartendrucker vorgesehen und so habe ich noch ein bisschen mehr geknickt, gefaltet und gebügelt und mir ein Fach mehr geschaffen.

Nun passt alles prima hinein! 


Das Münzfach und das andere kleine Reißverschlussfach habe ich aus einem Rest passend rotem Acetat-Futter genäht.
Ansonsten erfreue ich mich bei jedem öffnen an dem tollen, farblich abgestimmten Baumwoll-Innenstoff. 


Wenn ich es nochmal nähen würde, dann würde ich den Druckknopf nicht ganz so knapp an der Kante anbringen. 
Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden damit.

Die Anleitung wirkt auf den ersten Blick vielleicht schwierig, aber wenn man sie wirklich Schritt für Schritt befolgt, dann ist es gar nicht schwer. Kann ich also weiterempfehlen. :)

Freitag, 16. September 2016

Aller Anfang ist schwer...

Ja, aller Anfang ist schwer - sagt man ja immer so. Aber Anfänge können auch Spaß machen, herausfordern und ungeahnte Fähigkeiten hinterm Ofen hervor locken!
So geht es mir gerade mit dem Nähen. Und hoffentlich auch bald mit dem Bloggen darüber. Also los geht's!

Ein bisschen vor mich hingenäht habe ich vor so einigen Jahren in der Schulzeit schon einmal, aber erst vor Kurzem habe ich so wirklich ernsthaft damit angefangen. Ich habe schon immer gern und viel gebastelt, gestrickt, gehandarbeitet, gecraftelt - wie man auch so schön sagt. 
Wie ich nun aber genau dazu gekommen bin, die uralte Privileg-Nähmaschine meiner Mama aus der Abstellkammer zu holen und mit dem Nähen von Kleidung anzufangen, weiß ich jetzt schon gar nicht mehr genau. Verrückt, das menschliche Gedächtnis manchmal!
Es hatte auf jeden Fall mit dem Me Made Mittwoch und den vielen großartigen Blogs noch großartiger Frauen zu tun, die ich in letzter Zeit mit Begeisterung von ganz vorn bis in die Gegenwart verschlinge. Das Ganze hat mich so angefixt, dass ich nicht mehr aufhören will  zu nähen und jetzt sogar einen richtigen Nähkurs mache. 
Bisher habe ich viel vor mich hin probiert. "Learning by im Internet-und-in-Büchern-Lesing und Doing" sozusagen. Damit ich aber nicht immer wieder in den Frust laufe, weil ich allein nicht weiterkomme und nicht weiß, wo das Problem liegt, nun der Nähkurs. Dabei geht es bei mir übrigens ganz besonders darum, zu lernen, wie man aus einem 0815-Kleidungsschnitt eine prima Passform zaubert. Ich bin nämlich mit meinen Körpermaßen nicht sehr außergewöhnlich - glaube ich jetzt einfach mal - aber definitiv auch nicht der von den Konfektionskleidungs- oder auch den Schnittmusterherstellern angenommene "Standardkörper". 

In Kürze:
  • riesige 1,61 m groß
  • Gewicht schwankend zwischen 59 und 63kg (Warum muss eigentlich nach einem ordentlichen Urlaub gleich die Hose nicht mehr zugehen?!^^)
  • Möpsis irgendwo bei 70F, also nicht so klein, wie die Burda z.B. das gern "hätte"
So langsam bekomme ich den Verdacht, dass meine nicht-nähenden Lieblingsmenschen in meiner Umgebung bei dem Nähthema - welches ich so ziemlich ständig anschneide - jedes mal schon ein bisschen die Haare zu Berge stehen. Ups!
Ich habe aber total Lust, darüber zu reden, mich darüber auszutauschen und jetzt auch darüber zu schreiben! 
Viel habe ich darüber gelesen, dass Blogging heute vor lauter Instagram und Co. nicht mehr den selben Austausch bietet, wie noch vor einigen Jahren. Ich schätze aber neben der schnellen Zwischendurch-Kommunikation auch die ganz ausführliche Berichterstattung über die verschiedensten Nähprojekte, Herausforderungen und Lösungen auf anderen Blogs sehr. Und die Plattform des Me Made Mittwoch mit all den tollen wöchentlich verlinkten Blogartikeln ist einfach großartig, um so viele hübsche Menschen zu sehen, die sich nicht nur mit dem geschlagen geben, was es eben gerade in den Läden zu kaufen gibt - ob es nun gefällt und passt oder nicht. Frauen (und Männer?), die sich einerseits für Mode und Trends, aber auch andererseits für den ganz eigenen Stil begeistern. 
Also will ich auch einfach mal versuchen, meinen Lernweg hier festzuhalten. Was gibt es besseres, um Erlerntes, Stolpersteine und Erfolge festzuhalten? Ich hoffe, dass ich auf dem ganzen Weg viel mehr, nicht nur über das Nähen (und Stricken und Häkeln) als Handwerk, sondern auch über mich, meinen Körper, meinen Geschmack und meinen Stil lernen kann. Und irgendwann bin ich dann vielleicht ja auch so weit und mutig, an einem Mittwoch etwas zeigen zu können und bei anderen Bloggern fleißig zu kommentieren. Ich freue mich drauf! 

"Sicherheitshalber" habe ich mir gleich mal einen zu diesem Blognamen passenden Instagram-Namen angelegt. Man weiß ja dann doch nie, wo es einen hinverschlägt. ;)

Also dann, wir sehen uns hier hoffentlich bald wieder!

Eure
Anna